Stellungnahme zu einigen moderneristischen Standpunkten

Frage:

Eine Person fragte Mufti Abu Layth folgende Fragen. Ich wollte wissen was ihr Standpunkt bezüglich seiner Antworten auf die Fragen ist, sind diese korrekt oder stimmen sie ganz einfach nicht zu:

Fragen:

1. Ist es uns erlaubt, einen bestimmten Lebensstil entgegen der Sunnah anzunehmen, um der Gesellschaft, in der wir leben, zu gefallen?

2. Hat der Prophet (صلى الله عليه وسلم) es den Männern erlaubt, irgendeine Art Schmuck zu tragen? (abgesehen vom Ring)

3. Wie lautete die Ansicht der klassischen Maliki Gelehrten, einschließlich Imam Malik, bezüglich der Länge des Bartes?

4. Bezieht sich die Debatte auf die Frage über das Maximum der Länge des Bartes, aber nicht auf seine Mindestlänge? Und bezieht sich das Stutzen darauf, wenn er über eine Länge hinaus wächst?

5. Selbst wenn etwas Mandub oder Mustahab ist, sollte ein Mufti oder ein öffentlicher islamischer Führer dies dann nicht (trotzdem) einhalten, um der Ummah eine positive Botschaft zu übermitteln, statt eine (Botschaft), die die Leute verwirren könnte?

6. Kann Mash des Kopfes mit Gel in den Haaren durchgeführt werden?

7. Wie lautet das Urteil der Gelehrten im Bezug darauf, keine gleichmäßige Frisur zu haben oder eine Frisur zu haben, die gegen die Sunnah ist?

Antworten:

1. Nein, es ist nicht entgegen der Sunnah. Vielmehr ist es von der Sunnah, den Lebensstil der Leute von wo du lebst anzunehmen; z.B. trug (صلى الله عليه وسلم) im Feldzug von Tabuk einen römischen Thawb لبس جبة شامية

Qadi ibn al-Arabi legt dies in seiner Erläuterung als Zulässigkeit aus, Kleidungen des Landes usw. zu tragen. Und es ist definitiv keine Zielsetzung des Dins, die Welt zu arabisieren. Ein gutes Beispiel dafür ist der indo-pakistanische Subkontinent; sie haben die arabischen Thawbs usw. nicht angenommen, vielmehr hafteten sie an ihrem eigenem Schalwar, Qamiz usw.

2. Ja, der Prophet (صلى الله عليه وسلم) übergab Suraqa die frohe Botschaft darüber, die Armbänder von Kisra erhalten zu haben. Würde der Prophet (صلى الله عليه وسلم) frohe Botschaft für etwas geben, das Haram ist? Und zu Umars (رضي الله تعالى عنه) Zeit brachte er Suraqa tatsächlich dazu, sie zu tragen.

Also, wenn du keine klaren schlüssigen Beweise dafür hast, dass diese Dinge Haram sind, so sind die Dinge standardmäßig erlaubt, es sei denn, es wird etwas Anderes bewiesen. Und es reicht nicht aus, den ungenauen Wortlaut eines Hadithes, der das Nachahmen von nicht-Muslimen oder Frauen verbietet, zu verwenden. Denn um welche Nachahmung handelt es sich? Wir wissen nämlich, dass die Heiden von Arabien alle Bärte getragen haben; das machte es nicht zu einer Nachahmung? Ebenso wissen wir, dass die Hanafiyya absolut kein Problem damit haben, wenn Männer Kohle (Eyeliner) tragen, was in vielen Teilen der Welt als extrem weibisch angesehen wird; ist dies keine Nachahmung? Oder sind diese Rahmenbedingungen einfach willkürlich erstellt worden, damit es unseren vorgefassten Urteilen entgegen kommt?

3. Die Ansicht von vielen Ulama, einschließlich Legenden wie Imam Malik, lautet, dass der Bart gestutzt werden kann; auch wenn er selbst es nicht auf einer Mindestlänge ausweitete, taten andere Malikiyya dies. Qadi Iyad sagte deutlich, dass das Schneiden und komplette Abrasieren lediglich Makruh und nicht Haram ist.

4. Nein, dies ist nicht so. Dies erscheinen willkürliche Punkte zu sein und dies müsste von der Sunnah bewiesen werden. Abu Walid al-Baji, der legendäre andalusische Gelehrte, sagt, dass der Hadith im gleichem Maße auf das Stutzen bezogen sein kann, anstatt auf das Wachsen und er sagt, dass alles über استئصال (kaum ein Stuppel) für diese Interpretation infrage kommen könnte.

5. Die Schariah ist für jeden die selbe; wir haben allgemein keine andersartigen Urteile für Gelehrte, andere für Schüler, andere für königlische Personen usw. Es ist ziemlich einfach; wir haben Verpflichtungen, die ein Muss sind und dann haben wir empfohlene Handlungen, die sehr belohnenswert sind, jedoch wiederum freiwillig. Imam Malik (رحمه الله تعالى) wurde gefragt: Debattiert/kritisiert man über die Sunnah Handlungen? Er antwortete „nein“ (und) dass man einfach informiert und das ist alles. Dies sind die Freiheiten des Dins.

6. Ja, jeder, der die Sirah oder arabische Geschichte usw. entsprechend tief studiert hat wird wissen, dass die Araber, wenn sie reisten, „talbid“ durchführten, was das Verhüllen/Verdecken der Haare mit einer Gel-Substanz war, die sie zusammengebunden haben, um sie davon abzuhalten, im Weg zu stehen. Es ist ebenso die selbe Interpretation, welche die Hanafiyya gegeben haben, zum Sahih Hadith des Prophet (صلى الله عليه وسلم), der seine Haare in vier Zöpfen gebunden hat. Sie interpretieren es so, dass seine Haare einfach mit dem Gel, das er (صلى الله عليه وسلم) während der Reise aufgetragen hat, zusammenklebten. Da dies den den besten Generationen niemals als vorbeugende Maßnahme entgegen des Bestreichens der Haare angesehen wurde, warum würde dies nun ein Problem darstellen?

7. Diese Frage über die Haarlänge ist ein Resultat aus dem, was ich „Pop-Fiqh“ und nicht tatsächlicher Fiqh nenne. Der Hadith hinsichtlich „Qaza“ ist, wenn man dies mit einer Verunstaltung macht und nicht sie (die Haare) zu stylen und selbst dann wird dies nur als Makruh betrachtet, wie Qadi Iyad und andere in ihrer Erläuterung zu Sahih Muslim erklären. Wo gibt es irgendein Verbot bezüglich Frisuren? Oder der Befehl, dass alle Haare auf einer Länge sein sollten?

Inzwischen wissen wir, dass der Prophet (صلى الله عليه وسلم) und viele Gefährten lange Hare hatten, die manchmal ihre Schultern erreichten. Lange Haare zu haben bedeutet, dass es unmöglich ist, dass sie alle in gleichmäßiger Länge sind, da die Haare von der Vorderseite von Natur aus viel länger als die Haare von der Rückseite oder den Koteletten sind. Woher kommen also solche willkürlichen Aussagen? Besonders dann, wenn sie von Leuten kommen, die behaupten, einige Bekannte mit Wissen zu haben.

Es ist exakt dieser Punkt, zusätzlich zu vielen anderen, der die ausschlaggebende Notwendigkeit, den Din von Kultur zu trennen, sehr hervorhebt. Ein allzu verbreitetes Phänomen unter dem Volk des Subkontinentes.

Möge Allah uns alle dazu erleuchten, die wahre Bedeutung dieses Dins zu verstehen und unser Wissen, unser Verständnis und am wichtigsten unseren Charakter verfeinern. Amin.

Antwort:

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

As-salamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuh.

Es ist die Aufgabe eines jeden Muslims zu gewährleisten, dass er/sie sein/ihr Wissen der Anordnungen der Schariah von zuverlässigen Autoritäten nimmt.[1] Die Madhahib (Rechtsschulen) der vier großen Mujtahid Imame, Abu Hanifa,Malik, al-Schafii und Ahmad (رحمهم الله تعالى), wurden akzeptiert von den Gelehrten der Ummah. Ihre rechtswissenschaftlichen Ansichten wurden gesammelt, verfeinert, weiterentwickelt und festgelegt von qualifizierten Gelehrten von je einer der vier Madhahib. Als Resultat überlebten nur diese vier Madhahib, unter dem Ausschluss anderer.[2]

Daher ist es die Verpflichtung eines Muslims in diesen Zeiten die rechtswissenschaftlichen Anordnungen einer der vier Madhahib zu aktzeptieren[3], von kompetenten und autorisierten Gelehrten, welche seiner (des Muslims) gewählten Madhhab angehören, welche ihm die etablierten Ansichten weitervermitteln.[4]

Mufti Abu Layth präsentiert nicht die etablierten Ansichten der malikitischen Rechtsschule. Vielmehr erscheint es so, als wenn er bestimmte Aussagen oder Ereignisse in Isolation nimmt und sie verallgemeinert, um sie einer bestimmten Schilderung anpasst, welche „fortschrittlich“ oder „moderneristisch“ genannt werden kann. Solch eine Methodik Fatawa zu erteilen, in Missachtung der etablierten Ansichten der Madhhab, ist unangemessen für einen Mufti. Ein Mufti muss Fatawa gemäß der korrekten und etablierten Ansicht seiner Madhhab erteilen und kann wählen und herauspicken von den verfügbaren Meinungen nach Lust und Laune.[5] Auf dieses Basis kann auf „Mufti“ Abu Layth nicht Bezug genommen werden in den Angelegenheiten der Schariah. Wir werden unten kurz auf jeder seiner Antworten eingehen , um die Mängel in seiner Methodik und Zusammenfassungen zu demonstrieren:

Die erste Frage

In der Antwort zu der Frage,

„Ist es uns erlaubt, einen bestimmten Lebensstil entgegen der Sunnah anzunehmen, um der Gesellschaft, in der wir leben, zu gefallen?“

schreibt „Mufti“ Abu Layth,

„Nein, es ist nicht entgegen der Sunnah. Vielmehr ist es von der Sunnah, den Lebensstil der Leute von wo du lebst anzunehmen; z.B. trug (صلى الله عليه وسلم) im Feldzug von Tabuk einen römischen Thawb لبس جبة شامية

Qadi ibn al-Arabi legt dies in seiner Erläuterung als Zulässigkeit aus, Kleidungen des Landes usw. zu tragen. Und es ist definitiv keine Zielsetzung des Dins, die Welt zu arabisieren. Ein gutes Beispiel dafür ist der indo-pakistanische Subkontinent; sie haben die arabischen Thawbs usw. nicht angenommen, vielmehr hafteten sie an ihrem eigenem Schalwar, Qamiz usw.“

„Mufti“ Abu Layth erwähnt nicht einen rechtmäßigen Beweis für seine Behauptung, dass es Sunnah ist den Lebensstil des Platzes zu übernehmen, in dem man lebt. Die Gelehrten haben erwähnt, dass dazu zählt die Schariah zu verändern und Erneuerungen in die Religion einzuführen, wenn man etwas als Sunnah zu betrachtet, das keine Sunnah ist.[6] Die Sunnah, im allgemeinem Gebrauch, verweist auf eine religiöse Handlung oder Glaubenssatz, der vom Propheten (صلى الله عليه وسلم) eingeführt wurde und seiner direkten Nachfolger.[7] Wenn es eine Sunnah wäre, den Lebensstil des Platzes zu übernehmen, an dem man lebt, warum scheiterten die Sahabah (رضي الله تعالى عنهم) daran dies zu tun? Und warum scheiterten die Rechtsgelehrten darin dies als solches (Sunnah) zu berichten?

Weit entfernt davon eine Sunnah zu sein, ist es dokumentiert worden vom berühmtestem Sahabi (رضي الله تعالى عنه), dass er die Muslime dazu aufgerufen hat, an der traditionellen arabischen Kleidung festzuhalten und nicht den Kleidungsstil der nicht-Muslime in deren Umgebung zu übernehmen. Der große Tabii, Abu Uthman al-Nahdi (رحمه الله تعالى) (gest. 95 H) sagte:

„Umar schrieb uns, während wir in Aserbaidschan waren… [er schrieb]: Nehmt euch in Acht davor zu große Nachsicht zu haben mit der Kleidung der Götzendiener und den Seidengewändern…“ (Sahīh Muslim)[8]

In einer anderen Version findet man den Zusatz:

„Haltet fest an der Kleidung eures Vorvaters, Ismail (عليه السلام).“ (Sahīh Abī ‘Awānah)[9]

Es ist höchstens erlaubt die Kleidung der Leute einer Region, in der man lebt zu übernehmen, solange sie nicht den Vorschriften der Schariah widerspricht. Und dies ist scheinbar die Ansicht der malikitischen Rechtsschule.[10]

Was das Beispiel angeht, das „Mufti“ Abu Layth präsentiert, so verweist die „römische Jubbah“ oder „Schami Jubbah“, die in dem Hadith erwähnt wird, nicht auf die Art Jubbah, die die Römer getragen haben. Vielmehr verweist es auf eine Jubbah, welche von christlichen Römern hergestellt wurde, wie es von den Kommentatoren des Hadithes erläutert wurde[11], einschließlich Qadi Ibn al-Arabi (468-543 H) (رحمه الله تعالى), auf den „Mufti“ Abu Layth verweist. Qadi Abu Bakr ibn al-Arabi sagte unter diesem Hadith: „Scham gehörte zu der Zeit den Römern. Dieser (Hadith) zieht die Erlaubnis mit sich, (des Tragens) der Kleidung, welche die Römer gesponnen haben, ohne diese zu Waschen…“[12]

Selbst wenn man annimmt, dass das Gewand nicht lediglich hergestellt wurde von Römern, sondern im römischem Stil war, so war doch Rasulullah (صلى الله عليه وسلم) nicht unter den Römern, sondern unter seinen arabischen Gefährten (رضي الله تعالى عنهم). Noch reiste er (صلى الله عليه وسلم) nach Tabuk, um sich unter den Römern niederzulassen, sondern um sie in der Schlacht anzugreifen. Daher unterstützt dieser Beweis in keinster Weise die Behauptung, dass es Sunnah ist den Lebensstil von dort zu übernehmen, wo man sich befindet. Ibn Hajar al-Asqalani erklärte, dass der Grund, warum Nabi (صلى الله عليه وسلم) diese Kleidung trug, ist dessen Tauglichkeit für die Reise, da es nicht schlaff oder lose war, wie andere Gewänder.[13]

An sich ist nichts falsch daran, etwas zu tragen, das Nabi (صلى الله عليه وسلم) und die Sahabah (رضي الله تعالى عنهم) nicht getragen haben,[14] obwohl es innerhalb der schariatischen Richtlinien gehalten werden muss. Jedoch haben eine große Zahl von Gelehrten empfohlen, dass Muslime danach streben sollten, sich so anzuziehen wie der Prophet (صلى الله عليه وسلم) seine Gefährten und die Rechtschaffenen dieser Ummah (رضي الله تعالى عنهم). Sein spezifischer Kleidungsstil fällt unter seinen „umständlichen“ oder „nicht-religiösen“ Angewohnheiten (Sunan al-Zawaid) und sind deshalb keine „Sunnah“ im religiösem Sinne. Nichtsdestotrotz ist es ein Zeichen der eigenen Verbundenheit und Liebe zu ihm, ihm selbst in diesen alltäglichen Aspekten nachzuahmen, wenn kein Hindernis besteht dies zu tun. Daher haben Gelehrte es als „erwünscht“ und „empfohlen“ (Mustahab) erklärt.[15]

Der berühmte Nachfolger des Wiederbelebers des Subkontinentes, Mawlana Aschraf Ali Thanawi (رحمه الله تعالى), Dr. Abdul Hayy al-Arifi, schrieb über diese umständlichen Praktiken des Propheten (صلى الله عليه وسلم) wie folgt: „Ein weiterer Teil [des prophetischen Verhaltens] sind jene Dinge, welche der Gesandte Allahs (صلى الله عليه وسلم) nicht aus einem schariatischem Beweggrund ausgeführt hat, jedoch aus umständlicher Angewohnheit ausgeführt hat. Diese heißen ‚Sunan al-Zawaid‘. Obwohl die Ummah nicht verantwortlich gemacht wird für diese Dinge, so ist es trotzdem ein Ausdruck der Liebe und Zuneigung, ihm (صلى الله عليه وسلم) in diesen Dingen, bis zu dem höchstmöglichem Grad, zu folgen, da alle Dinge am Geliebten schön sind [für den, der ihn liebt]. Dies ist der Grund, warum die edlen Sahabah (رضي الله تعالى عنهم) ihn kopierten, selbst in diesen alltäglichen Angelegenheiten mit großer Betonung. Und die Rechtschaffenen verstanden es als wertvoller nach der Kleinsten der Kleinsten seiner (صلى الله عليه وسلم) Angewohnheiten zu handeln, als die gesamte Welt.“ (Uswah Rasūl e Akram, S. 39-40)

Es gibt viele Beispiele aus den Leben der Sahabah (رضي الله تعالى عنهم), aufzeigen, dass sie Nabi (صلى الله عليه وسلم) seine gewohnheitsmäßigen (nicht-religiösen) Handlungen nachahmten. Zum Beispiel,um Bezug auf die Kleidung zu nehmen, trugen die Sahabah (رضي الله تعالى عنهم) einen Ring, als Nabi (صلى الله عليه وسلم) anfing einen zu tragen (Sahīh al-Bukhārī)[16]; Ibn Umar (رضي الله تعالى عنه) trug eine bestimmte Art von Sandalen, da Nabi (صلى الله عليه وسلم) diese trug Schamail al-Tirmidhi)[17]; Muawiyah Ibn Qurrah (رضي الله تعالى عنه) und sein Vater (رضي الله تعالى عنه) ließen ihr Qamis aufgeknöpft, sowohl bei Hitze als auch bei Kälte, da sie Nabi (صلى الله عليه وسلم) sahen, wie er sich so anzog. (Sahīh Ibn Hibbān)[18]

Imam al-Ghazali erklärte das Nachahmen des Propheten (صلى الله عليه وسلم), selbst in seinen alltäglichen Angewohnheiten als „Schlüssel zur Glückseeligkeit.“ (Kitab al-Arbain fi Usul al-Din)[19] Da kein religiöses Verbot herrscht Kleidung zu tragen, die der Prophet (صلى الله عليه وسلم) nicht trug, haben es viele Gelehrte als erwünscht erachtet, auf dem Grundsatz, dass es eine Verbundenheit mit Ihm schafft. Einige malikitische Texte erwähnen auch, dass erwünscht ist, ein Kleidungsstück zu tragen mit der Absicht dem Propheten (صلى الله عليه وسلم) nachzuahmen.[20]

Die zweite Frage

In der Antwort zur Frage,

„Hat der Prophet (صلى الله عليه وسلم) es den Männern erlaubt, irgendeine Art Schmuck zu tragen? (abgesehen vom Ring)“

sagte „Mufti“ Abu Layth:

„Ja, der Prophet (صلى الله عليه وسلم) übergab Suraqa die frohe Botschaft darüber, die Armbänder von Kisra erhalten zu haben. Würde der Prophet (صلى الله عليه وسلم) frohe Botschaft für etwas geben, das Haram ist? Und zu Umars (رضي الله تعالى عنه) Zeit brachte er Suraqa tatsächlich dazu, sie zu tragen.

Also, wenn du keine klaren schlüssigen Beweise dafür hast, dass diese Dinge Haram sind, so sind die Dinge standardmäßig erlaubt, es sei denn, es wird etwas Anderes bewiesen. Und es reicht nicht aus, den ungenauen Wortlaut eines Hadithes, der das Nachahmen von nicht-Muslimen oder Frauen verbietet, zu verwenden. Denn um welche Nachahmung handelt es sich? Wir wissen nämlich, dass die Heiden von Arabien alle Bärte getragen haben; das machte es nicht zu einer Nachahmung? Ebenso wissen wir, dass die Hanafiyya absolut kein Problem damit haben, wenn Männer Kohle (Eyeliner) tragen, was in vielen Teilen der Welt als extrem weibisch angesehen wird; ist dies keine Nachahmung? Oder sind diese Rahmenbedingungen einfach willkürlich erstellt worden, damit es unseren vorgefassten Urteilen entgegen kommt?“

Um eindeutig eine Aussage oder eine Handlung des Nabi (صلى الله عليه وسلم) zu bestätigen, benötigt man zuverlässige Beweise[21]. Die Berichte in der Antwort bezüglich, dass Nabi (صلى الله عليه وسلم) Suraqah (رضي الله تعالى عنه) frohe Botschaft überbrachte und dass Umar (رضي الله تعالى عنه) ihn dazu brachte diese zu tragen treffen nicht die Kriterien der Authentizität. Darüber hinaus wird in einer Version dieses Berichtes nur erwähnt, dass Umar (رضي الله تعالى عنه) das Stück Suraqah (رضي الله تعالى عنه) übergab, nicht dass er ihn dazu brachte dieses zu tragen oder dass Nabi (صلى الله عليه وسلم) ihm frohe Botschaft gab dies erhalten zu haben.[22] Auch so zeigen die Berichte ganz klar auf, dass dies eine Geste war für den Niederfall von Kisra und ein Emblem der Ehre für Suraqah.[23] Also hat er die Armbänder nicht einfach so „getragen“, sondern zeigte sie, damit andere es sehen konnten.

Schmuck ist für Frauen, nicht für Männer, so wie es von Imam Malik (رحمه الله تعالى) berichtet wird.[24] Der Prophet (صلى الله عليه وسلم) sagte: „Seidenkleidung und Gold sind verboten für die Männer meiner Ummah und erlaubt für die Frauen.“ (Jāmi‘ al-Tirmidhī)[25] Desweiteren verfluchte er die Männer, welche die Frauen nachahmen und Frauen, die Männer nachahmen. (Sahīh al-Bukhārī)[26]

Die malikitische Ansicht wurde in dem Mukhtasar von Khalil und dessen Kommentaren berichtet. Schmuck, welches aus Gold und Silber gemacht wurde, mit der Ausnahme von einem Silberring, ist für erwachsene Männer Haram.[27] Außerdem wurde festgelegt, dass Ohrringe und Halsketten einzig und allein für Frauen sind, in solch einer Weise, dass falls eine Frau diese nicht tragen würde, so würde sie sündhaft sein, falls ihre Absicht es ist, die Männer nachzuahmen.[28]

Was Kohle angeht (in der hanafitischen Madhhab)[29] und ein Silberring für Männer, so sind sie nicht „willkürlich“ ausgenommen aus der allgemeinen Regel. Sondern sie sind ausgenommen worden durch explizite Aussagen der Schariah. Außerdem haben die hanafitischen Gelehrten explizit erwähnt, dass die Absicht nicht die der „Verschönerung“ (zinah) sein sollte, wenn man Kohle aufträgt, so wie es bei Frauen der Fall ist.[30]

Die dritte Frage

Als Antwort auf die Frage,

„Wie lautete die Ansicht der klassischen Maliki Gelehrten, einschließlich Imam Malik, bezüglich der Länge des Bartes?“

sagte „Mufti“ Abu Layth:

„Die Ansicht von vielen Ulama, einschließlich Legenden wie Imam Malik, lautet, dass der Bart gestutzt werden kann; auch wenn er selbst es nicht auf einer Mindestlänge ausweitete, taten andere Malikiyya dies. Qadi Iyad sagte deutlich, dass das Schneiden und komplette Abrasieren lediglich Makruh und nicht Haram ist.“

Imam Malik (رحمه الله تعالى) hat es nicht ohne Voraussetzungen erlaubt, den Bart zu stutzen. Er hat es erlaubt den Bart nur zu stutzen, wenn er „übermäßig lang“ ist.[31] Die Voraussetzung, dass er „übermäßig lang“ sein muss zeigt, dass der Bart nicht gestutzt werden darf, wenn dem nicht so ist, so wie es explizit erwähnt wurde von den malikitischen Gelehrten, auf denen dieser Bericht zurückzuführen ist.[32] Imam Malik (رحمه الله تعالى) berichtet in seinem Muwatta, dass der Prophet (صلى الله عليه وسلم) befohlen hat den Schnurrbart zu stutzen und den Bart wachsen zulassen.[33] Die malikitischen Gelehrten verweisen auf diese Überlieferung von al-Muwatta, um die malikitische Ansicht zu untermauern, dass es verpflichtend ist den Bart wachsen zulassen.[34]

Was Qadi Iyads Aussage angeht, so wurde es in einem Kommentar zum Hadith erwähnt.[35] Die Sprache, welche in den Kommentaren des Hadith benutzt wird, ist ausgedehnter, als in den Büchern des Fiqh. „Makruh“ wird oft in der Bedeutung von „Haram“ benutzt. Tatsächlich wird berichtet von Qadi Iyad (رحمه الله تعالى), dass aufgefasst hat, dass „Makruh“ in bestimmten Rechtswissenschaftlichen Aussagen, die Bedeutung von „Haram“ besitzt.[36] Die Aussage von Qadi Iyad muss deshalb im Lichte der offiziellen Ansicht der malikitischen Madhhab verstanden werden, welche das Verbot (Hurmah) für das Rasieren oder Scheiden des Bartes ist, falls dieser nicht zu lang ist. [37]

Die vierte Frage

Als Antwort auf die Frage,

„Bezieht sich die Debatte auf die Frage über das Maximum der Länge des Bartes, aber nicht auf seine Mindestlänge? Und bezieht sich das Stutzen darauf, wenn er über eine Länge hinaus wächst?“

sagte „Mufti“ Abu Layth:

„Nein, dies ist nicht so. Dies erscheinen willkürliche Punkte zu sein und dies müsste von der Sunnah bewiesen werden. Abu Walid al-Baji, der legendäre andalusische Gelehrte, sagt, dass der Hadith im gleichem Maße auf das Stutzen bezogen sein kann, wie auf das Wachsen und er sagt, dass alles über استئصال (kaum ein Stoppel) für diese Interpretation infrage kommen könnte.“

Es ist gemäß der malikitischen Ansicht Haram den Bart zu schneiden, wenn er „nicht lang“ ist. „Lang“ bezieht sich auf eine Länge, etwas mehr als eine Handvoll.[38] Daher bezieht sich „nicht lang“ auf das, was nicht ungefähr die Länge einer Faust hat.

Was Abu l-Walid al-Baji angeht, so bezieht sich seine Aussage auf die Interpretation des Hadith, welche besagt, „lasst den Bart reichlich wachsen“ oder „lasst eure Bärte“ (afu l-luha). Er zählt erst einmal die am meisten verbreitete Interpretation auf, welche bedeutet „den Bart reichlich wachsen zu lassen.“ Dann erwänt er: “Meiner Ansicht nach, wäre es möglich, dass er meinte, dass die Bärte davon fern gelassen werden sollen davon, sie komplett zu entfernen.“[39] Der einzigige Grund, warum al-Baji diese Interpretation hervorhob war, da die allgemeine Bedeutung mit sich ziehen würde, dass man den Bart vollkommen unbehandelt lassen soll. Jedoch, wie al-Baji danach erwähnt, erwähnte Imam Malik (رحمه الله تعالى), dass vereinzelte (unansehnliche) Haare geschnitten werden können und der Bart ebenso gestutzt werden kann, wenn er extrem Lang ist. Somit war seine Interpretation nur beabsichtigt um das Verständnis zu vermeiden, dass der Bart überhaupt nicht gestutzt werden darf. Er meinte damit sicher nicht, dass man den Bart gerade mal bis zu einer Länge von Stoppeln stutzen kann. Zudem gibt es andere Wortlaute des gleichen Hadithes, welche eindeutig heißen „den Bart reichlich wachsen zu lassen“ und keinen Raum für Interpretation lassen.[40]

Die fünfte Frage

Als Antwort auf,

„Selbst wenn etwas Mandub oder Mustahab ist, sollte ein Mufti oder ein öffentlicher islamischer Führer dies dann nicht (trotzdem) einhalten, um der Ummah eine positive Botschaft zu übermitteln, statt eine (Botschaft), die die Leute verwirren könnte?“

sagte „Mufti“ Abu Layth:

„Die Schariah ist für jeden die selbe; wir haben allgemein keine andersartigen Urteile für Gelehrte, andere für Schüler, andere für königlische Personen usw. Es ist ziemlich einfach; wir haben Verpflichtungen, die ein Muss sind und dann haben wir empfohlene Handlungen, die sehr belohnenswert sind, jedoch wiederum freiwillig. Imam Malik (رحمه الله تعالى) wurde gefragt: Debattiert/kritisiert man über die Sunnah Handlungen? Er antwortete „nein“ (und) dass man einfach informiert und das ist alles. Dies sind die Freiheiten des Dins.“

Es ist nicht korrekt anzunehmen, dass die Schariah nicht die Position der Gelehrten in Betracht zieht und striktere Regelungen für sie beschreibt. Allgemein haben die Gelehrten die Aufgabe vorsichtiger im Din zu sein, da sie die Führer der Leute sind und diese Leute akzeptieren sie als Beispiele, denen man folgen sollte.

Als Talhah ibn Ubaydillah (رضي الله تعالى عنه) eine erlaubte Handlung vollzog, welche als etwas tadelnswertes missverstanden werden konnte, wies ihn Umar (رضي الله تعالى عنه) zurecht, wie es im Muwatta berichtet wird, wobei er sagte: „Ihr, oh Leute, seid die Imame, denen Menschen folgen.“[41] Somit sollte ein Gelehrter vorsichtig sein,darin, wie seine Handlungen wahrgenommen werden von der Gesellschaft und gemäß dessen handeln.

Die Gelehrten der hanafitischen Madhhab haben explizit eine Regelung erwähnt, in welcher die Gelehrten sich von den Laien unterscheiden. Falls ein Muslim an einem Abendessen teilnimmt auf einer Einladung hin und unerwartet spielende Musik vorfindet am Tisch und er unfähig ist diese zu stoppen, so darf er es ausstehen, bis das Gericht zu Ende ist. Ein Gelehrter jedoch darf das nicht tun. Falls er unfähig ist sie zu stoppen, muss er gehen, da es den Din beflecken würde und die Tür zu Sünden für normale Muslime öffnen würde, wenn er dies nicht tun würde in dieser Situation.[42]

Hujjat al-Islam Imam al-Ghazali (رحمه الله تعالى) erwähnt, dass eine kleine Sünde, welche in der Öffentlichkeit von einem Gelehrten begannen wird (z.B. das Tragen von Seidengewändern) zu einer großen Sünde wird.[43]

Der Grund für diese Aussagen und Regelungen ist offensichtlich. Ein Gelehrter wird von dem allgemeinem Volk als ein Vorbild angesehen, dem es zu folgen gilt. Daher sollte ein Gelehrter, wenigstens in seinen öffentlichen Aktivitäten, äußerste Vorsicht einnehmen, darin, nicht in etwas zu verfallen, dass als tadelnswert angesehen wird in der Schariah.

Die sechste Frage

Als Antwort auf die Frage,

„Kann Mash des Kopfes mit Gel in den Haaren durchgeführt werden?“

sagte „Mufti“ Abu Layth:

„Ja, jeder, der die Sirah oder arabische Geschichte usw. entsprechend tief studiert hat wird wissen, dass die Araber, wenn sie reisten, „talbid“ durchführten, was das Verhüllen/Verdecken der Haare mit einer Gel-Substanz war, die sie zusammengebunden haben, um sie davon abzuhalten, im Weg zu stehen. Es ist ebenso die selbe Interpretation, welche die Hanafiyya gegeben haben, zum Sahih Hadith des Prophet (صلى الله عليه وسلم), der seine Haare in vier Zöpfen gebunden hat. Sie interpretieren es so, dass seine Haare einfach mit dem Gel, das er (صلى الله عليه وسلم) während der Reise aufgetragen hat, zusammenklebten. Da dies den den besten Generationen niemals als vorbeugende Maßnahme entgegen des Bestreichens der Haare angesehen wurde, warum würde dies nun ein Problem darstellen?“

Auch dies ist eine verantwortungslose Antwort. Die Regelung davon, eine Substanz auf dem Kopf aufzutragen wird in den Büchern der malikitischen Gelehrten diskutiert.

Es existieren vier Situationen zu dieser Regelung:

– Die Substanz formt eine undurchlässige Beschichtung auf dem Kopfhaar und es herrscht kein starker Bedarf dafür. In diesem Fall ist das Wudhu nicht gültig, da die Pflicht über den Kopf zu streichen nicht erfüllt wurde. Ein Beispiel dafür ist das Auftragen einer dicken Schicht von Henna über dem Kopf.[44] Diese Regelung stammt direkt von dem Gründer der Madhhab, Imam Malik.[45]

– Die Substanz ist nicht dick, formt aber eine dünne Schicht auf dem Haar, wie Öl, Parfüm oder Haartönungen. In diesem Fall ist das Wudhu gültig.[46]

– Es herrscht ein starker Bedarf die Substanz aufzutragen, in solch einer Weise, dass man zu Schaden kommen würde, wenn man es nicht aufträgt. In diesem Fall ist das Wudhu ebenfalls gültig. Imam Malik (رحمه الله تعالى) interpretierte den Hadith, welcher berichtet, dass der Prophet (صلى الله عليه وسلم) über seinen Turban strich beim Wudhu, dass es aus starkem Bedarf herausging.[47]

– Die Substanz wird nur an den Haarwurzeln aufgetragen, gleich bei der Kopfhaut, und nicht an der äußeren Oberfläche der Haare. In diesem Fall ist das Wudhu ebenfalls gültig, da es keine Voraussetzung ist die Haarwurzeln zu bestreichen.[48]

Talbid heißt eine Gel-artige Substanz auf das Haar aufzutragen, während der Hajj, um es fernzuhalten davon, zerzaust zu werden, oder mit Läusen befallen zu werden.[49] Die malikitischen Gelehrten haben das Wudhu in diesem Zustand als gültig erachtet, auf der Grundlage, dass es in die dritte oder vierte Situation fällt, die oben erwähnt wurden.[50][51]

Daher ist das Wudhu nicht gültig, wenn soviel Gel aufträgt, wie in der ersten Situation oben beschrieben, gemäß der malikitischen Madhhab.

Die siebte Frage

Als Antwort auf die Frage,

„Wie lautet das Urteil der Gelehrten im Bezug darauf, keine gleichmäßige Frisur zu haben oder eine Frisur zu haben, die gegen die Sunnah ist?“

sagte er:

„Diese Frage über die Haarlänge ist ein Resultat aus dem, was ich „Pop-Fiqh“ und nicht tatsächlicher Fiqh nenne. Der Hadith hinsichtlich „Qaza“ ist, wenn man dies mit einer Verunstaltung macht und nicht sie (die Haare) zu stylen und selbst dann wird dies nur als Makruh betrachtet, wie Qadi Iyad und andere in ihrer Erläuterung zu Sahih Muslim erklären. Wo gibt es irgendein Verbot bezüglich Frisuren? Oder der Befehl, dass alle Haare auf einer Länge sein sollten?

Inzwischen wissen wir, dass der Prophet (صلى الله عليه وسلم) und viele Gefährten lange Hare hatten, die manchmal ihre Schultern erreichten. Lange Haare zu haben bedeutet, dass es unmöglich ist, dass sie alle in gleichmäßiger Länge sind, da die Haare von der Vorderseite von Natur aus viel länger als die Haare von der Rückseite oder den Koteletten sind. Woher kommen also solche willkürlichen Aussagen? Besonders dann, wenn sie von Leuten kommen, die behaupten, einige Bekannte mit Wissen zu haben.

Es ist exakt dieser Punkt, zusätzlich zu vielen anderen, der die ausschlaggebende Notwendigkeit, den Din von Kultur zu trennen, sehr hervorhebt. Ein allzu verbreitetes Phänomen unter dem Volk des Subkontinentes.

Das Verbot bezüglich bestimmter Frisuren kommt von Nabi (صلى الله عليه وسلم). Er verbat „Qaza“ (Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim). Qaza bedeutet einen Teil des Kopfes zu rasieren und einen anderen Teil lang zu lassen.[52] Imam Malik (رحمه الله تعالى) sagte: „Falls sie wünschen ihr Haar lang zu lassen, dann lass sie es lang lassen und falls sie wünschen es zu rasieren, dann lass sie alles davon rasieren.“[53] Es wurde ebenso von Nabi (صلى الله عليه وسلم) berichtet, dass er ein Kind sah, dessen Kopf zum Teil rasiert war und zum Teil nicht und er sagte: „Rasiere alles oder lass alles lang.“[54]

Was das anbelangt, dass es „nur“ Makruh ist, so ist es nicht passend für einen Muslim etwas, das Makruh (tanzihi) ist, als etwas leichtes oder unbedeutendes zu erachten. Makruh ist tadelnswert und verwerflich in der Schariah (im Gegensatz zu Khilaf al-Awla oder Mubah). Der berühmte malikitische Gelehrte des Usul, Imam al-Schatibi (gest. 790 H), erklärt, dass das Beharren auf etwas, das Makruh Tanzihi ist, in eine Sünde resultiert.[55] Der große hanafitische Rechtsgelehrte, Raschid Ahmad Ludhyanwi (gest. 1422 H), sagt ebenfalls, dass „eine Handlung, die Makruh Tanzihi ist, durch kontinuirliche Wiederholung zu Makruh Tahrimi wird.“[56]

Schlusswort

Von den obigen Analyse dieses kurzen Musters von „Mufti“ Abu Layths Antworten ist es klar, dass seine Methodik und Schlussfolgerungen sehr mangelhaft sind. Daher ist es nicht korrekt auf ihm Bezug zu nehmen in den Angelegenheiten der Schariah.

Notiz: Falls „Mufti“ Abu Layth Antworten auf unsere Reaktionen, so werden wir gerne den Schreibverkehr mit ihm auf einem akademischem Level erleichtern.

Und Allah weiß es am besten

Zaleemur Rahman

Student Darul Iftaa

Uk

Geprüft und genehmigt von

Mufti Ebrahim Desai

http://www.daruliftaa.net

[1] يجب عليه (المستفتي) قطعا البحث الذي يعرف به صلاحية من يستفتيه للإفتاء إذ لم يكن قد تقدمت معرفته بذلك، ولا يجوز له استفتاء كل من اعتزى إلى العلم أو انتصب في منصب التدريس أو غيره من مناصب أهل العلم بمجرد ذلك، ويجوز له استفتاء من تواتر بين الناس واستفاض فيهم كونه أهلا للفتوى…ويجوز له أيضا استفتاء من أخبر المشهور المذكور عن أهليته، ولا ينبغي أن يكتفي في هذه الأزمان بمجرد تصديه للفتوى، واشتهاره بمباشرتها لا بأهليته لها (أدب المفتي والمستفتي للحافظ بن الصلاح، دار المعرفة، ص.٨٦)

 

قال ابن سيرين رحمه الله: إن هذا العلم دين، فانظروا عمن تأخذون دينكم (صحيح مسم، قديميه كتب خانه، ص.١١)

 

[2] فإن قيل: نحن نسلم منع عموم الناس من سلوك طريق الإجتهاد لما يفضي ذلك إلى أعظم الفساد، لكن لا نسلم منع تقليد إمام متبع من أئمة المجتهدين غير هؤلاء الأئمة المشهورين. قيل: قد نبهنا على علة المنع، وهو أن مذاهب غير هؤلاء لم يشتهر ولم ينضبط، فربما نسب إليهم ما لم يقولوه أو فهم عنهم ما لم يريدوه، وليس لمذاهبهم من يذب عنها وينبه على ما يقع من الخلل فيها بخلاف هذه المذاهب المشهورة (مجموع رسائل الحافظ ابن رجب الحنبلي، الفاروق الحديثية، ج. ٢ ص. ٦٢٦)

 

[3] فإن قيل: فهل يجوز للعامي أن ينتحل في بعض المسائل مذهب الشافعي وفي بعضها مذهب أبي حنيفة، وكذا مذهب عامة الأئمة على هذا المنهاج؟ فإن قلتم: يجوز ذلك فلا يجب على أحد اتباع صاحب مذهب بعينه فلا حاجة حينئذ إلى وضع هذا الكتاب لأنه لا أرب له إلى معرفة الأحق واتباع الحق والصدق، بل يفعل ما يشاء على مذهب من يهواه ويتمناه.

 

فالجواب: قلنا: لا يجوز للعامي ما قلتموه، بل يجب عليه حتما أن يعين مذهبا من هذه المذاهب إما مذهب الشافعي رضي الله عنه في جميع الوقائع والفروع، وإما مذهب مالك أو مذهب أبي حنيفة أو غيرهم رضوان الله عليهم، وليس له أن ينتحل مذهب الشافعي في بعض ما يهواه ومذهب أبي حنيفة في باقي ما يرضاه، لأنا لو جوزناه لأدى ذلك إلى الخبط والخروج عن الضبط، وحاصله يرجع إلى نفي التكاليف ولا يستقر للتكليف عليه فائدة، إذ إن مذهب الشافعي إذا اقتضى تحريم شيء بعينه أو على عكسه فهو إن شاء ما إلى الحل وإن شاء مال إلى الحرمة فلا يتحقق الحل ولا التحريم، وفي هذا انعدام التكليف وإبطال فائدته واستئصال قاعدته وذلك باطل. (مغيث الخلق، المطبعة المصرية، ص.١٣-١٦)

 

الجمهور على أنه يجب على كل من ليس فيه أهلية الإجتهاد أن يقلد أحد الأئمة المجتهدين (الأربعة) (منار أصول الفتوى للقاني المالكي، ص.٢٠٤)

 

[4] قال الونشريسي المالكي: ليس للمقلد المنتسب إلى مذهب مالك رحمه الله أو إلى غيره من المذاهب وأصحاب الآراء والمقالات المروية المسموعة الثابتة فى المسألة ذات القولين أو الأقوال أن يتخير فيعمل أو يفتي أو يحكم بأيهما شاء قبل النظر فى الترجيح، وإعمال الفكرة في تعيين المشهور والصحيح… (المعيار المعرب، ج. ١٢ ص.١١)

 

أما من لم يبلغ هذه الدرجة (أي أهلية الإجتهاد)، وكان حظه من العلم نقل ما فى الأمهات فليس له ذلك، ويلزمه اقتفاء ما شهره (أي اعتبره مشهورا) أئمة المذهب (منار الأصول للاقاني المالكي، ص.٢٧٣)

 

[5] أما اتباع الهوى فى الحكم والفتيا فحرام إجماعا (المعيار المعرب، ج. ١٢ ص.٦)

 

وأما إذا لم يكن ممن هذه طبقته فحرام عليه الخروج عن مذهبه فى الحكم والفتيا لأن من ليس من أهل النظر فحكمه التقليد وإذا تقلد مذهبا فإنما تقلده لأنه عنده أصح المذاهب…ولا يسوغ له خلافه (المعيار المعرب، ج.١٠ ص.١٦١)

 

ومنهم العلامة الونشريسي فإنه قال فى المعيار بعد كلام ما نصه: وأما أن يعمل أو يفتي أو يحكم من الأقوال أو الوجوه من غير نظر فى الترجيح ولا تقليد للمشهور والصحيح فإنه لا يحل ولا يجوز فإن فعل فقد أثم بلا نزاع وجهل وخرق سبيل الإجماع (رفع العتاب والملام، ص.٥)

 

[6] اعتقاد ما ليس بسنة سنة والعمل بها على حد العمل بالسنة نحو من تبديل الشريعة (الإعتصام للإمام الشاطبي، ج.٢ ص.٢٣٥)

 

[7] السنة هي الطريقة المسلوكة (فى الدين) فيشمل ذلك التمسك بما كان عليه هو وخلفاؤه الراشدون من الإعتقادات والأعمال والأقوال، وهذه هي السنة الكاملة، ولهذا كان السلف قديما لا يطلقون اسم السنة إلا على ما يشمل ذلك كله، وروي معنى ذلك عن الحسن والأوزاعي والفضيل بن عياض (جامع العلوم والحكم لابن رجب، دار ابن كثير، ص.٥٩١)

 

[8] عن أبي عثمان قال: كتب إلينا عمر ونحن بأذربيجان: يا عتبة بن فرقد إنه ليس من كدك ولا من كد أبيك ولا من كد أمك فأشبع المسلمين في رحالهم مما تشبع منه في رحلك، وإياكم والتنعم وزي أهل الشرك ولبوس الحرير (تكملة فتح الملهم، دار إحياء التراث العربي، ج.٤ ص.٩٠-١)

 

[9] في مسند أبي عوانة الإسفراييني وغيره بإسناد صحيح قال: أما بعد، فاتزرو وارتدوا وألقوا الخفاف والسراويلات، وعليكم بلباس أبيكم إسماعيل، وإياكم والتنعم وزي الأعاجم… (المصدر السابق)

 

[10] قال الشيخ أبو عبد الله المواق: ليس كل ما فعلته الجاهلية منهيا عن ملابسته إلا ما نهت الشريعة عنه ودلت القواعد على تركه، والمراد بالأعاجم الذين نهينا عن التشبه بهم الأكاسرة في ذلك الزمان في سرفهم ونحوه، ويختص النهي بما يفعلونه على خلاف مقتضى شرعنا، وأما ما فعله على وجه الندب أو الإيجاب أو الإباحة في شرعنا فلا نترك ذلك لأجل تعاطيهم إياه لأن الشرع لا ينهى عن التشبه بفعل ما أذن له فيه (المعيار المعرب، ج. ١١ ص.٢٧)

 

[11] وعليه جبة من صوف من جباب الروم، أي من صنعتهم (بذل المجهود، ج. ٢ ص. ١٣)

 

[12] لبس جبة رومية ضيقة الكمين…وفى الصحيح شامية، وكان الشام حينئذ للروم فاقتضى ذلك جواز لباس ما نسجه الروم من غير غسل، ولا يلبس ما لبسوا (بدون غسله)، وقد قال مالك: على هذا مضى الصالحون (عارضة الأحوذي، دار الكتب العلمية، ج.٧ ص.٢٦٨)

 

[13] وفيه التشمير فى السفر ولبس الثياب الضيقة فيه لكونها أعون على ذلك (فتح البار، دار السلام، ج.١ ص.٤٠٢)

 

[14] قال الإمام البخاري: باب قول الله تعالى قل من حرم زينة الله التي أخرج لعباده، وقال النبي صلى الله عليه وسلم: كلوا واشربوا والبسوا تصدقوا في غير سرف ولا مخيلة، وقال ابن عباس: كل ما شئت والبس ما شئت ما أخطأتك اثنتان: سرف أو مخيلة (فتح الباري، ج. ١٠ ص.٣١١)

 

[15] والثاني: الزوائد وتاركها لا يستوجب إساءة كسير النبي صلى الله عليه وسلم في لباسه وقعوده وقيامه فإن هؤلاء كلها لا تصدر منه صلى الله عليه وسلم على وجه العبادة وقصد القربة بل على سبيل العادة فإنه كان يلبس جبة حمراء وخضراء وبيضاء طويل الكمين وربما يلبس عمامة سوداء وحمراء وكان مقدارها سبعة أذرع أو اثني عشر ذراعا أو أقل أو أكثر وكان يقعد محتبأ تارة ومربعا للعذر وعلى هيئة التشهد أكثر فهذا كلها من سنن الزوائد، يثاب المرء على فعلها ولا يعاقب على تركها وهو معنى المستحب (نور الأنوار، مكتبة البشرى، ج.١ ص.٤٧٦-٧)

 

[16] عن ابن عمر رضي الله عنهما أن رسول الله صلى الله عليه وسلم اتخذ خاتما من ذهب أو فضة وجعل فصه مما يلي كفه…فاتخذ الناس مثله…(فتح الباري، دار السلام، ج. ١٠ ص.٣٩١)

 

[17] عن ابن جريج قال لابن عمر: رأيتك تلبس النعال السبتية؟ قال: إني رأيت رسول الله صلى الله عليه وسلم يلبس النعال التي ليس فيها شعر ويتوضأ فيها فأنا أحب أن ألبسها (الشمائل المحمدية، ص.١٨٨)

 

[18] عن عروة بن عبد الله بن قشير: حدثني معاوية بن قرة عن أبيه: أتيت رسول الله صلى الله عليه وسلم في رهط من مزينة فبايعناه وإنه لمطلق الإزار فأدخلت يدي في جيب قميصه فمسست الخاتم، فما رأيت معاوية ولا أباه قط في شتاء ولا حر إلا تنطلق أزرهما لا يزران أبدا (التعليقات الحسان، دار باوزير، ج.٨ ص.٧٨)

 

[19] اعلم أن مفتاح السعادة اتباع السنة والاقتداء برسول الله صلى الله عليه وسلم في جميع مصادره وموارده، وحركاته وسكناته، حتى في هيئة أكله وقيامه ونومه وكلامه، لست أقول ذلك في آدابه فى العبادات فقط لأنه لا وجه لإهمال السنن الواردة فيها، بل ذلك في جميع أمور العادات (كتاب الأربعين في أصول الدين، دار القلم، ص.٩٩)

 

[20] فيجوز اتخاذه (أي الخاتم من فضة) بل يندب بشرط قصد الإقتداء به عليه الصلاة والسلام (كفاية الطالب الرباني، مطبعة المدني، ج.٤ ص.٣٣٩) وكذا فى الفواكه الدواني (ج.٢ ص.٥٠٠) وعزاه إلى بعض شراح خليل

 

[21] قال العلماء: ينبغي لمن أراد رواية حديث أو ذكره أن ينظر فإن كان صحيحا أو حسنا قال: قال رسول الله صلى الله عليه وسلم كذا أو فعله، أو نحو ذلك من صيغ الجزم، وإن كان ضعيفا فلا يقل: قال أو فعل أو أمر أو نهى وشبه ذلك من صيغ الجزم، بل يقول: روي عنه كذا أو جاء عنه كذا… (شرح صحيح مسلم، مؤسسة قرطبة، ج.١ ص.١٠٩)

 

[22] قال البيهقي: أخبرنا أبو محمد أنا أبو سعيد قال: وجدت في كتابي بخط يدي عن أبي داود قال ثنا محمد بن عبد تنا حماد ثنا يونس عن الحسن أن عمر بن الخطاب أتي بفروة كسرى فوضعت بين يديه، وفى القوم سراقة بن مالك بن جعشم، قال: فألقى إليه سواري كسرى بن هرمز فجعلهما في يده فبلغا منكبيه (السنن الكبرى للبيهقي، دار الكتب العلمية، ج.٦ ص.٥٨٢)

 

[23] وروى سفيان بن عيينة عن أبي موسى عن الحسن أن رسول الله صلى الله عليه وسلم قال لسراقة بن مالك: كيف بك إذا لبست سواري كسرى؟ قال: فلما أتى عمر بسوارى كسرى ومنطقته وتاجه دعا سراقة بن مالك فألبسه إياهما، وكان سراقة رجلا أزب كثير شعر الساعدين، وقال له: ارفع يديك، فقال: الله أكبر، الحمد لله الذي سلبهما كسرى ابن هرمز الذي كان يقول أنا رب الناس وألبسهما سراقة بن مالك بن جعشم أعرابي رجل من بني مدلج ورفع بها عمر صوته (الإستيعاب، ص. ٥٨١)

 

[24] قلت: أرأيت الحلي هل تعلم للرجل فيه شيئا؟ قال (مالك): لا إلا المنطقة والسيف والخاتم (المدونة، دار الكتب العلمية، ج.٢ ص.١٨٨)

 

[25] عن أبي موسى الأشعري أن رسول الله صلى الله عليه وسلم قال: حرم لباس الحرير والذهب على ذكور أمتي وأحل لإناثهم، أخرجه الترمذي، وقال: هذا حديث حسن صحيح (إعلاء السنن، إدارة القرآن والعلوم الإسلامية، ج.١٧ ص.٢٨٥)

 

[26] لعن رسول الله صلى الله عليه وسلم المتشبهين من الرجال بالنساء والمتشبهات من النساء بالرجال (فتح الباري، ج. ١٠ ص.٤٠٩)

 

[27] وحرم بفتح الحاء وضم الراء استعمال ذكر بالغ…محلى…والحلية كأسورة وخلخال أولى بالحرمة من المحلى (منح الجليل على مختصر العلامة خليل، ج.١ ص.٥٧)

 

قال فى التنبيهات: وظاهره أنه لم يكره الخلاخل والأسورة لهم (الصبيان) من الفضة وذلك (الفضة) حرام على الذكور كالذهب إلا الخاتم وحده وألة الحرب (حاشية على شرح الرهوني، ج.١ ص.٨٧)

 

وإذا حرم المحلى فأحرى الحلي نفسه من أساور وخلاخل ونحوهها (مواهب الجليل، دار الكتب العلمية، ج.١ ص.١٧٩)

 

[28] فلم يكره مالك للمرأة الشابة إذا لم يكن لها زوج أن تدع الخضاب ولبس القلادة والقرطين وقال: لا بأس بذلك، ومعناه إذا لم تفعل ذلك قصدا منها للتشبه بالرجال. وأما إن كان لها زوج فالخضاب ولبس القلادة والقرطين مما يستحب لها بدليل الحديث، فهو مستحب في حال ومباح في حال ومحظور في حال (البيان والتحصيل، دار الغرب الإسلامي، ج.١ ص.٢٥٥)

 

[29] الاكتحال للرجال مكروه عند المالكية من غير ضرورة، وعللوه بالتشبه بالنساء، انظر: البيان والتحصيل (ج.١٨ ص.٤٣٨)

 

[30] ولا بأس بالإكتحال للرجال إذا قصد به التداوي دون الزينة، ش: لأن الزينة للنساء (البناية شرح الهداية، دار الكتب العلمية، ج.٤ ص.٧١)

 

[31] وقد روى ابن القاسم عن مالك: لا بأس أن يؤخذ ما تطاير من اللحية، وشذ. قيل لمالك: فإذا طالت جدا؟ قال: أرى أن يؤخذ منها ونقص (المتنقى شرح موطأ مالك، دار الكتب العلمية، ج.٩ ص.٣٩٥)

 

[32] والمعروف لا حد للأخذ منها. أي أنها إذا طالت كثيرا وقلنا لا بأس بالأخذ منها فاختلف على قولين: ١. المعروف منها أنه لا حد للأخذ أي فيقتصر على ما تحسن به الهيئة (ولا يزيد على ذلك – أي يقتصر على ما تزول به كثرة الطول) (كفاية الطالب الرباني، ج.٤ ص.٣٣٢)

 

[33] وحدثني عن مالك عن أبي بكر بن نافع عن أبيه نافع عن عبد الله بن عمر أن رسول الله صلى الله عليه وسلم أمر بإحفاء الشوارب وإعفاء اللحى (أوجز المسالك، دار القلم، ج.١٧ ص.٥-٦)

 

[34] وأمر النبي فى الموطأ أن تعفى أي توفر اللحية…وهو (الأمر) للوجوب إذا كان يحصل بالقص مثلة (كفاية الطالب الرباني (ج.٤ ص.٣٣٤)

 

والمتبادر من قوله ‚وأمر‘ الوجوب وهو كذلك إذ يحرم حلقها إذا كانت لرجل، وأما قصها فإن لم يكن طالت فكذلك (الفواكه الدواني، دار الكتب العلمية، ج.٢ ص.٤٩٧)

 

[35] وكره قصها وحلقها وتحريفها (إكمال المعلم، دار الوفاء، ج.٢ ص. ٦٣)

 

[36] وحمل القاضي عياض الكراهة في قوله فى المدونة على التحريم فقال فى التنبيهات: الكراهة معناها التحريم (مواهب الجليل، ج.١ ص.١٧٩)

 

[37] يحرم حلقها إذا كانت لرجل، وأما قصها فإن لم يكن طالت فكذلك (الفواكه الدواني، دار الكتب العلمية، ج.٢ ص.٤٩٧)

 

[38] دل عليه قول العلامة العدوي: والمعروف لا حد للأخذ منها. أي أنها إذا طالت كثيرا وقلنا لا بأس بالأخذ منها فاختلف على قولين: ١. المعروف منها أنه لا حد للأخذ أي فيقتصر على ما تحسن به الهيئة (ولا يزيد على ذلك – أي يقتصر على ما تزول به كثرة الطول)؛ ٢. ومقابل المعروف ما قاله الباجي: أنه يقص ما زاد على القبضة، ويدل له ما روي أن ابن عمر وأبا هريرة كانا يأخذان من اللحية ما زاد على القبضة؛ إلا أنك خبير بأن هذا المقابل (للمعروف) لا يقضي بأن محل الخلاف إذا طالت كثيرا، كما هو مفاد شارحنا (بل يقضي بأن محل الخلاف فيما إذا لم تطل كثيرا) (كفاية الطالب الرباني، ج.٤ ص.٣٣٢)

 

[39] قال القاضي أبو الوليد: ويحتمل عندي أن يريد أن تعفى اللحى من الإحفاء (المنتقى، ج.٩ ص.٣٩٥)

 

[40] كقوله عليه الصلاة والسلام: وفروا اللحى (صحيح البخاري) قال ابن حجر في شرحه: هو بتشديد الفاء وهو الإبقاء أي اتركوها وافرة…وله في رواية أخرى أوفوا أي أتركوها وافية (فتح الباري، دار السلام، ج.١٠ ص.٤٢٩)

 

[41] عمر بن الخطاب رأى على طلحة بن عبيد الله ثوبا مصبوغا وهو محرم فقال عمر: ما هذا الثوب المصبوغ يا طلحة؟ فقال طلحة: يا أمير المؤمنين إنما هو مدر. فقال عمر: إنكم أيها الرهط أئمة يقتدي بهم الناس، فلو أن رجلا جاهلا رأى هذا الثوب لقال: إن طلحة بن عبيد الله كان يلبس الثياب المصبغة فى الإحرام…(أوجز المسالك، ج.٦ ص.٣٧٩-٨١)

 

[42] وهذا إذا لم يكن مقتدى فإن كان ولم يقدر على منعهم يخرج ولا يقعد، لأن في ذلك شين الدين وفتح باب المعصية على المسلمين (الهداية، إدارة القرآن والعلوم الإسلامية، ج.٧ ص.١٧٧)

 

[43] ومنها أن يكون المذنب عالما يقتدى به فإذا فعله بحيث يرى ذلك منه كبر ذنبه كلبس العالم الإبريسم وركوبه مراكب الذهب…(إحياء علوم الدين، مطبعة كرياطة فوترا، ج.٤ ص.٣٣)

 

[44] وإنما المحذور ما هو متجسد يحول بين الشعر والماء، وأما النضوح وما جرى مجراه فإنه يلبد الشعر ويضمه عن الانتشار، ومما يدل على صحة ذلك جواز تصميغ المحرم رأسه (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠٠)

 

[45] قَالَ: وَقَدْ قَالَ لِي مَالِكٌ: فِي الْحِنَّاءِ تَكُونُ عَلَى الرَّأْسِ فَأَرَادَ صَاحِبُهُ أَنْ يَمْسَحَ عَلَى رَأْسِهِ فِي الْوُضُوءِ قَالَ: لَا يُجْزِئُهُ أَنْ يَمْسَحَ عَلَى الْحِنَّاءِ حَتَّى يَنْزِعَهَا فَيَمْسَحَ عَلَى شَعْرِهِ (المدونة، ج.١ ص.١٢٤)

 

[46] وقال ابن فرحون في شرح قول ابن الحاجب ولا يمسح على الحناء، قال ابن هارون: يريد إذا كان متجسدا وإلا يجوز المسح على صبغه انتهى كلام ابن هارون. قال ابن فرحون: وكذلك الطيب إذا لم يكن متجسدا مما ترش به رأسها…وإنما المحذور ما هو متجسد يحول بين الشعر والماء (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠١)

 

قال الشيخ يوسف بن عمر ولا يمسح على الحائل إلا من ضرورة وكذلك إذا جعل على رأسه الدهن لعلة به فإنه يمسح عليه للضرورة انتهى. قلت: ظاهر هذا الكلام أنه لا يمسح على الدهن لغير ضرورة وهذا إنما يتأتى على ما ذكه أبو الحسن عن بعض الشيوخ بأنه لا يمسح على الحناء حتى يغسله بالماء لئلا ينضاف (أي لئلا يصير الماء مخلوطا بالحناء)؛ وأما على القول الراجح فيجوز المسح عليه (الدهن أو الحناء) إلا أن يكثر يتجسد على الشعر حتى يصير حائلا يمنع من المسح عليه (المصدر السابق)

 

[47] لا تمسح على ما في معناها من خمار وحناء ونحوهما لأن ذلك كله حائل. هذا إذا لم يكن ثم ضرورة، وأما مع الضرورة – مثل اللزقة تضمد بالسدر والحناء وتجعل على الرأس من حر وشبهه – فإنه لا يضر…كما قال مالك في مسحه عليه الصلاة والسلام على عمامته أنه للضرورة…قوله من حر وشبهه أي حر يترتب عليه ضرر، وأما مجرد الحر فلا يكون مسوغا (كفاية الطالب الرباني، ج.١ ص. ٣٦٦)

 

قال فى الكتاب (أي المدونة): لا يمسح على الحناء؛ قال صاحب الطراز (سند بن عنان): إن كان للضرورة جاز من حر وشبهه، أو يكون في باطن الشعر لتغييره وقتل دوابه، فالأول (أي للضرورة) لا يمنع كالقرطاس على الصدغ (يوضع للصداع) وكما مسح عليه السلام على ناصيته وعمامته (للضرورة)، وإن كانت لغير ضرورة – وهي مسألة الكتاب – منع المسح خلافا لابن حنبل وكماعة معه، فإن الماسح عليه ليس ماسحا (الذخيرة، ج.١ ص.٢٦٧)

 

ويجوز له أن يمسح على التلبيد فى الوضوء لأجل الضرورة (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠٢)

 

[48] إن كان الحناء بباطن الشعر لم يمنع كالتلبيد (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠٠)

 

وأما ما كان في مستنبط الشعر دون أعلاه فلا ينقض لأن مستنبطه لا يجب إيصال الماء إليه فى الوضوء ولا مباشرته بالمسح

 

[49] التلبيد هو جمع الشعر فى الرأس بما يلزق بعضه ببعض كالخطمي والصمغ لئلا يتشعث ويقمل فى الإحرام (فتح الباري، ج.١٠ ص.٤٤٦)

 

[50] إن كان الحناء بباطن الشعر لم يمنع كالتلبيد (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠٠)

 

[51] ويجوز له أن يمسح على التلبيد فى الوضوء لأجل الضرورة (مواهب الجليل، ج.١ ص.٣٠٢)

 

[52] وهو حلق بعض الرأس دون بعض فعم ولم يخص صغيرا من كبير (البيان والتحصيل، ج.١٨ ص.٢٦٦)

 

[53] (قال مالك): إن كانوا يريدون أن يدعوا شعره فليدعوه، وإن كانوا يريدون أن يحلقوه فليحلقوا كله (البيان والتحصيل، ج.١٨ ص.٢٦٦)

 

[54] أخرجه أبو داود والنسائي وفي سياقه ما يدل على مستند من رفع القزع، ولفظه أن النبي صلى الله عليه وسلم رأى صبيا قد حلق بعض رأسه وترك بعضه فنهاهم عن ذلك فقال: احلقوا كله أو ذروا كله (فتح الباري، ج.١٠ ص.٤٤٨)

 

[55] إن الإثم فى المحرمة هو الظاهر؛ وأما المكروهة فلا إثم فيها فى الجملة ما لم يقترن بها ما يوجبها كالإصرار عليها إذ الإصرار على الصغيرة يصيرها كبيرة فكذلك الإصرار على المكروه فقد يصيره صغيرة؛ ولا فرق بين الصغيرة والكبيرة في مطلق التأثيم (الإعتصام، ج.١ ص.٢٩٠)

 

[56]كراهت تنزيه پر دوام سے كراهت تحريم هو جاتى هے (أحسن الفتاوى، سعيد، ج.٨ ص.٨٥)

 

Quelle: Ungefähre Übersetzung von http://askimam.org/public/question_detail/28999

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